[Definition]

[Indikatoren des Burnout]

[Abgrenzung]

[Etappen der Burnout - Entwicklung]

[Fragebogen zur Selbsteinschätzung]


Definition

Burnout ist ein Zustand physischer oder seelischer Erschöpfung, der als Auswirkung langanhaltender negativer Gefühle entsteht, die sich in der Arbeit und Selbstbild des Menschen entwickeln.
Synonym: Erschöpfungszustand


Es wird als schleichend beginnender oder abrupt einsetzender Erschöpfungszustand körperlicher, geistiger oder gefühlsmäßiger Art in Beruf, Freizeit, Freundeskreis, Partnerschaft und Familie beschrieben, oft verbunden mit Aversionen, Ekel und Fluchtgedanken.
Im Vorfeld ist langandauernde Überforderung ohne angemessenes Korrektiv charakteristisch.
Burnoutbetroffene sind Sozialarbeiter, Fürsorger, Hauseltern in Kinderdörfern, Drogenberater, Personal von Beratungsstellen, Studentenberater, Sozialforscher, Organisationsberater und -trainer, Krankenschwestern, Gemeindeschwestern, Hauswirtschaftsleiterinnen, MTAs, Leiter von Kliniken und Reha-Einrichtungen, Ärzte, Krankenhausapotheker, Sprach- und Stimmtherapeuten, Beschäftigungstherapeuten, Psychotherapeuten, Pfarrer, Pflegepersonal für Ältere und Behinderte, Erzieherinnen, Lehrer, Erwachsenenbildner, Sporttrainer, Schulpsychologen, Anwälte, Polizisten, Gefängnispersonal, Manager, Studenten und Arbeitslose.
Burnout ist das Resultat andauernder oder wiederholter emotionaler Belastung im Zusammenhang mit langfristigem intensivem Einsatz für andere Menschen, verbunden mit der Erkenntnis, dass sie diesen Menschen nicht mehr helfen können, dass sie nichts mehr zu geben haben und sich völlig verausgabt haben.

Unterscheidung:

Aktives Burnout = verursacht durch Institutionsaspekte, äußere Ereignisse und Arbeitsbedingungen (zu viele Anforderungen).

Passives Burnout = die innere Reaktion darauf (zu wenig Gegenwehr oder Gestaltung).

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Indikatoren des Burnout

Großer Widerstand, täglich zur Arbeit gehen zu wollen, Gefühle des Versagens, Ärger und Widerwillen, Schuldgefühle, Entmutigung und Gleichgültigkeit, Negativismus, Isolierung und Rückzug, tägliche Gefühle von Müdigkeit und Erschöpfung, häufiges nach der Uhr sehen, große Müdigkeit nach der Arbeit, Verlust von positiven Gefühlen den Klienten/Patienten gegenüber, Widerstand bei Besuchen und Anrufen von Klienten, Unfähigkeit, sich auf Klienten zu konzentrieren und zuzuhören, Stereotypisierung, sich unbeweglich fühlen, Zynismus und tadelnde Einstellung Klienten gegenüber, zunehmender Dienst nach Vorschrift, Schlafstörungen, Vermeidung von Arbeitsdiskussionen mit Kollegen, mit sich selbst beschäftigt sein, niedrigere Schwelle zur Einnahme von Beruhigungsmitteln (z. B. Tranquilizer), häufiger Erkältungen und Grippe, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden, Rigidität im Denken und Widerstand gegen Veränderungen, Misstrauen und paranoide Vorstellungen, exzessiver Drogengebrauch, Ehe- und Familienprobleme, häufiges Fehlen am Arbeitsplatz.

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Abgrenzung

Burnout ist nicht

- das Erschöpftsein nach einem langen Arbeitstag.
- die passagere Mattigkeit bei Wetterumschwung.
- der schwere Kopf und die Missstimmung am Tag nach einer (etwa noch mit Alkohol) durchfeierten Nacht oder dem Tag nach einer Nacht, in der man schlafen wollte, aber seelisch zu unruhig dazu war oder wegen starker Schmerzen nicht schlafen konnte.
- das gleiche wie stimmungsmäßige Begleiterscheinungen des prämenstruellen Syndroms (PMS).
- das gleiche wie klimakterische Beschwerden.

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Etappen der Burnout - Entwicklung

1. Freundlichkeit und Idealismus
2. Überforderung
3. Geringer werdende Freundlichkeit
4. Schuldgefühle darüber
5. Vermehrte Anstrengung, tüchtig und freundlich zu sein
6. Erfolglosigkeit
7. Hilflosigkeit
8. Hoffnungslosigkeit (Fass ohne Boden)
9. Erschöpfung, Abneigung gegen Klienten, Apathie, Aufräumen, Wut
1O. Burnout: Selbstbeschuldigung, Flucht Zynismus, Sarkasmus, psychosomatische Reaktionen, Fehlzeiten, große Geldausgaben, Unfälle, Dienst nach Vorschrift, hastige Liebschaften ohne Liebe, Scheidung, plötzliche Kündigung, sozialer Abstieg, bis zur Selbsttötung.

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