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Klangsensibilisierung |
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Wenn man nicht schon durch das Spielen eines Instrumentes mit der Welt der Klänge vertraut ist sollte dem Aspekt der Klangsensibilisierung innerhalb der Ausbildung eine zentrale Bedeutung zukommen. Es geht darum die Klangschale als Instrument unzähliger Klangnuancen zu entdecken.
Auch wenn Vorkenntnisse durch eine klassische Instrumentalausbildung vorhanden sind sollte man sich diesem Thema sehr gründlich zuwenden. Geht es doch im Umgang mit diesen "einfachen" Instrumenten nun vielmehr auch um die Erlebnisfähigkeit, um ein Spüren von Klang in seiner körperlichen und subtilsten Form.
Die Übungen zur Klangsensibilisierung in Verbindung mit den spieltechnischen Grundlagen beim Anschlagen der Klangschale führen zu einem Erleben der Klangvielfalt, zum Entdecken eines vielleicht zuvor nicht geahnten Klangkosmos.
Das Reflektieren der Klangerlebnisse und das Finden geeigneter Begriffe führen zu Erkennen und somit zu einem bewußten Umgang mit Klang. Die Fähigkeit diese klanglichen Phänomene in Worte zu fassen bildet eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der eigenen musikalisch-kreativen Möglichkeiten. Dabei geht es nicht in erster Linie um das Erlernen eines musiktheoretischen Fachchargons; schon mit den Begriffsfeldern der Alltagssprache wie, laut - leise, hoch - tief, dunkel - hell, kräftig - schwach, usw., läßt sich viel über die Qualität von Klang sagen.
Und wird diese Begrifflichkeit dann auch noch in den Bereich der Synästhesie erweitert kommt man dem Wesen der Klänge schon sehr sehr nahe.
Das vordergründige Merkmal im Klangverhalten von Klangschalen, Gongs und Zimbeln ist ihr natürliches decrescendo, also ihr kontinuierliches Leiserwerden. Diese Klänge führen auf wunderbare weise in die Stille. Und somit muss sich auch eine Ausbildung mit diesem Thema beschäftigen: mit dem beglückenden Erlebnis der Stille, mit dem Aushalten können von Stille, und mit dem Geschrei in uns dem wir eventuell begegnen wenn uns die Klänge zum Tor der Stille geführt haben.
Hinter diesem Geschrei, hinter dieser inneren Unruhe liegt oft ein Land, dass es erst zu entdecken gilt, wenn man nicht schon durch Meditation mit diesen Welten vertraut ist. In diesem Land gibt es kein Zweifeln. Du weißt was zu tun ist, du weißt was du lassen mußt.
Eine Klangsensibilisierung wendet sich also auch den inneren Klängen, den Klängen in uns zu, und hilft uns dabei die innere Stimme deutlicher zu hören.
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